Vorname
Per
Nachname
Dybvig

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Text über den Künstler
Per Dybvigs Zeichnungen haben die Form leicht exzentrischer Tagebuchnotizen, mit fragmentarischen Figuren und aus dem Zusammenhang gerissenen Wörtern. Er dokumentiert symbolische Begegnungen aus dem täglichen Leben, vorzugsweise in immer neuen Umgebungen, am liebsten in einer fremden Stadt mit einer fremden Sprache. Dybvig zeichnet schnell, fieberhaft, oft im Gehen und versieht die Arbeiten mit Datum und Uhrzeit, um die rasche Abfolge zu dokumentieren. Er notiert Gesprächsfetzen, ohne die Sprache zu kennen. 

Auch die Bilderflut in Fernsehen, Zeitungen und Internet ist Material für seine Skizzen, jeweils ein kurzer Eindruck, der nicht fertig gezeichnet werden konnte, bevor ihn die folgenden Ereignisse überdeckten. Die Abfolge ist ebenso unlogisch wie parallel laufende Nachrichtenströme, es entsteht ein ästhetisches System von Zeichen auf dem Papier, scheinbar bedeutungsvoll und gleichzeitig absurd bedeutungslos. Die narrative Geste des Zeichners erzeugt nicht ein Bild unserer Welt, sondern poetische Fragmente, die den Fortgang der Geschichte offen lassen.

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