Nachname
Ai Weiwei

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Text über den Künstler
Der chinesische Künstler Ai Weiwei ist einer der spannendsten Künstler unserer Zeit. Seine Tätigkeitsfelder umspannen Architektur, Design, Kunst, kuratorische Arbeiten, Schreiben, Publizieren und vieles mehr. Für seine erste Einzelausstellung in Österreich ersuchte ihn die Galerie um dokumentarische Foto- und Videoarbeiten, welche die rasanten Veränderungen in China anhand seiner ganz persönlichen Beobachtungen und Erlebnisse mit der Regierung skizziert. Ai Weiwei fordert öffentlich und in seinen zahlreichen, immer wieder gesperrten Blogs, Pressefreiheit und die Wahrung der Menschenrechte, um eine echte Zivilgesellschaft, eine demokratische Gesellschaft, aufbauen zu helfen. Voraussetzung dafür wäre, dass die Menschen Verantwortung übernehmen, was in China durch die mächtige Tradition des konfuzianischen Denkens noch immer verhindert wird. Die gegenwärtige Regierung benutzt den Begriff der Harmonie sogar als ideologisches Leitmotiv und Steuerungsinstrument.
Denn seit Jahrhunderten sind die Chinesen darin geübt, vielfältige Wege (tao) gleichzeitig zu gehen, ohne zu werten oder zu wählen. Seine Verantwortung als Künstler sieht Ai Weiwei daher in der Rolle des unermüdlichen Aufzeigens und Recherchierens von Missständen und der Verbreitung von Information darübe.
Als 2008 tausende Schulkinder bei einem Erdbeben in der Provinz Sichuan starben, versuchte die chinesische Regierung, die Umstände, die zum Einsturz der Schulbauten (nicht der Regierungs- und Verwaltungsgebäude) führte, zu vertuschen. Ai Weiweis große Arbeit REMEMBERING, bestehend aus 9000 Kinderrucksäcken auf der Fassade des Münchner Haus der Kunst bildete den chinesischen Satz einer Mutter beim Anblick ihres toten Kindes: “Sie lebte sieben Jahre glücklich auf dieser Welt”. Nach Ai Weiweis öffentlichem Aufruf, dieses Unglück genau zu untersuchen, wurden er und die zahlreichen freiwilligen Helfer ständig Drohungen und Überfällen ausgesetzt. 

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