Künstler / Projekt
MARGHERITA SPILUTTINI

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Ausstellungsdauer: 25. 01. - 15. 03. 2012

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Beschreibung
Margherita Spiluttini, geboren 1947 in Schwarzach, Salzburg, lebt und arbeitet in Wien.
2006 erhielt sie das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. 2000 - 2002 Gastprofessur an der Universität für Künstlerische und Industrielle Gestaltung, Linz. 1998 - 1999 Lehrauftrag an der Universität für Angewandte Kunst, Wien.

Ausgewählte Ausstellungen: 2011 ALPINE DESIRE, Austrian Cultural Forum New York; Die fünfte Säule, Secession, Wien; 2010 Unbewegliche Ziele. Fotografische Ermittlungen zur Architektur, Schloss Goldegg; Nach der Natur. Konstruktionen der Landschaft II, Technologiezentrum Güssing; Margherita Spiluttini. Beyond Nature - Constructions of Landscape, Fotografins Hus, Stockholm; Zeichnung und Fotografie I, Zeitgenössische Kunst im Parlament, Wien; 2009 Museum der Moderne, Rupertinum, Salzburg; Fifty Fifty, Wien Museum Karlsplatz, Wien; 2008 Kunst Dokumente, Christine König Galerie, Wien; 2007 Atlas Austria, Architekturzentrum Wien; Blicke, Passanten - 1930 bis heute. Aus der Fotosammlung der Albertina, Albertina Wien; 2006 Herzog & de Meuron. No.50. Eine Ausstellung, Haus der Kunst, München; 2005 Nach Rokytník, Die Sammlung der EVN, Museum Moderner Kunst, Wien; Simultan, Museum der Moderne, Salzburg; 2004 Architectural Association, London; In the Praise of Shadows und The Nature of Artifice, 9. Internationale Biennale für Architektur, Venedig.
 
Anfangs war es die medizinische Fotografie, mit der sich Margherita Spiluttini berufsbedingt beschäftigte. Ab Mitte der 1970er Jahre begann sie dann, mit einer Fotokamera Momente ihres Lebens festzuhalten. Damals schoss sie die 107 Einzelportraits der Arbeiter und Angestellten des elterlichen Bauunternehmens. Die Männer schauen offen in die Kamera, spiegeln die Unbekümmertheit und Freude der Portraitierenden. Immer wieder sucht sie auch ihren Vater durch die fotografische Linse, fokussierte vor allem dessen ausdrucksstarke Mimik, begleitet später seine letzten Lebensjahre mit dem Fotoapparat.

Durch den Architekten Adolf Krischanitz kam Spiluttini zur Architekturfotografie. Am bekanntesten aus der frühen Zeit sind ihre Aufnahmen der 300 Bauten des ersten Wiener Architekturführers in Buchform. In diesen Bildern entwickelt sie erstmals konsequent ihre außergewöhnliche Bildästhetik, diesen atmosphärischen Blick, der die Bauten im Leben verankert. Sie fotografiert nur bei natürlichem Licht, greift nicht in das Motiv ein, räumt nichts hin und nichts weg. „Ich habe immer das persönliche Foto gesucht, aber was ist das?“ fragt die Künstlerin. Sie fotografiert mit der Plattenkamera, also mit auf dem Kopf stehendem Bild, und schwarzem Tuch: „Es ist ein intimer Raum, in dem ich mit diesem Ausschnitt der Welt alleine bin und alles sehe, was hier zusammenkommt.“

Eines ihrer bevorzugten Motive sind Orte des Übergangs, Stiegenhäuser, Brücken, Durchgänge. Mit ihren Fotografien sucht sie die stilistischen Unterschiede in den Räumen, in denen Menschen kurzzeitig aufeinander treffen, an denen eine spezielle, beiläufige Form der Kommunikation entsteht – eine Form, die in der Ausschnitthaftigkeit jenem Austausch der Kamera mit dem Leben ähnelt, den Spiluttini schon in ihren frühen, tagebuchartigen Fotografien gewählt hat. Diese Orte spiegeln das Leben in seiner verdichteten Kurzfristig- und auch Zufälligkeit wider. Hier findet Spiluttini auch ihre Antwort auf die Suche nach dem „Persönlichen“ in der Fotografie: Durch den gewählten Bildausschnitt fügt die Künstlerin dem zentralen Bildmotiv etwas hinzu, was nur das Auge der Kamera sah. Dadurch sehen wir eine Welt, die nicht sachlich sein will, sondern in einem emotionalen Moment verdichtet ist. Darum haben diese Bilder nicht nur mit der Architektur, sondern viel mehr mit dem Dasein zu tun. (Sabine B. Vogel, 2011)

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Galerie
MARGHERITA SPILUTTINI<br /><em>Museum des 20. Jahrhunderts, Wien, A, Architekt Karl Schwanzer,</em> 2007<br />45,4 x 54 cm<br />C-Print (OCE) auf Alu Dibond 2 mm kaschiert in Holzrahmen, weiß lasiert mit Glas und Distanzleisten<br />Ed. 5 + 1 a.p.MARGHERITA SPILUTTINI<br /><em>Oberes Belvedere, Sala Terrena, Wien, A, Architekt Lucas von Hildebrandt</em>, 2002<br />C-Print (OCE) auf Alu Dibond 2 mm kaschiert in Holzrahmen, weiß lasiert mit Glas und Distanzleisten<br />45,4 x 54 cm<br />Ed. 5 + 1 a.p.<div>MARGHERITA SPILUTTINI<br /><em>Wittgensteinhaus Wien, Architekten Paul Engelmann, Ludwig Wittgenstein</em>, 1989<br />60 x 40 cm<br />s/w Barytprint analog auf Alu Dibond kaschiert in  schwarzem Alurahmen, glaslos<br />5 + 1 a.p. </div><div>MARGHERITA SPILUTTINI<br />Ausstellungsansicht, 2012</div>MARGHERITA SPILUTTINI<br />DETAIL  <em>Die Firma</em>, 1980<br />Serie von 106 s/w Barytprints<br />15 x 10 cm<br />Ed. 3 + 1 a.p.MARGHERITA SPILUTTINI<br />Ausstellungsansicht, 2012<div>MARGHERITA SPILUTTINI<br />Ausstellungsansicht, 2012</div><div>MARGHERITA SPILUTTINI<br />Ausstellungsansicht, 2012</div><div>MARGHERITA SPILUTTINI<br />Ausstellungsansicht, 2012</div>MARGHERITA SPILUTTINI<br />Ausstellungsansicht, 2012MARGHERITA SPILUTTINI<br />Ausstellungsansicht, 2012

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