Künstler / Projekt
STANLEY WHITNEY / ANDREAS REITER RAABE

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Ausstellungsdauer: 12. 09. - 31. 10. 2003

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Beschreibung
Die neue Saison wird wiederum durch ein Lieblingsthema der Galerie - der Auseinandersetzung mit Aspekten zeitgenössischer Malerei - markiert, mit Ideen der Bild(er)findung, der individuell ausgeprägten Methoden des Farbauftrags, auch eines ungehemmten Umgangs mit dem gesamten Farbspektrum.

STANLEY WHITNEY
geboren 1946 in Philadelphia, lebt und arbeitet in New York und Rom. Studien an der Yale University, am Kansas City Art Institute und am Columbus College in Ohio. Seit den 70er Jahren zahlreiche Ausstellungen, u.a. Aldrich Museum of Contemporary Art, The Studio Museum Harlem, Jack Tilton Gallery New York, Magazzino d'Arte Moderna Rom, Zerynthia Rom. Whitneys Arbeiten zeigten wir erstmals 2002 in der von David Hammons kuratierten Ausstellung Quiet As It's Kept. Zu beiden Ausstellungen ist ein von der Galerie publizierter Katalog mit Texten von Geoffrey Jacques und Raphael Rubinstein erschienen.
Der Bildaufbau bei Stanley Whitney ist in seiner Einfachheit radikal: rechteckige Farbblöcke, in Reihen übereinander geschichtet und durch horizontal laufende Farbbänder voneinander getrennt. Diese Struktur dient nur der reinen Malerei, bedeutet gleichzeitig aber auch Kommunikation auf metabolischer Ebene. Whitneys Malerei ist üppig und lakonisch, ihre Ökonomie ähnelt in eigenartiger Weise der Stadt, in der er lebt: New York. Die Anordnung und Wirkung der vielen Farbaufträge verschiedenster Töne von grün, orange, rot, blau etc., wird nicht zu Unrecht mit der Rhythmik des Jazz verglichen, mit visuellem Polyrhythmus.

ANDREAS REITER RAABE
geboren 1960 in Oberösterreich, lebt und arbeitet in Wien, Berlin und Sydney. Von 1987 bis 1992 Studien an der Universität Wien und an der Akademie für Angewandte Kunst in Wien. Langjährige Aufenthalte in London, Australien und Berlin. Wichtige Ausstellungen seit den 90er Jahren: Wiener Secession 1993, Salle de Bal Wien 1994, Sarah Cottier Gallery Sydney 1995, 1999, 2001, 2003, Künstlerhaus Bethanien Berlin 1998, Galerie Stadtpark Krems, 9 1/2 Villa Merkel Esslingen, Sammlung Lafrenz Museum Weserburg Bremen 2000, New Zero DaimlerChryslerContemporary Berlin, Diskursive Malerei MUMOK Wien 2001, fiedler contemporary Köln 2002, Landesgalerie im Landesmuseum Linz 2004. Es ist dies ebenfalls die zweite Ausstellung von Andreas Reiter Raabe in der Galerie. 2003 erschien der Katalog drippings pools curtains mit einem Text von Geoffrey Jacques. Ein weiteres Buch ist in Vorbereitung.
Den Bildern Andreas Reiter Raabes haftet etwas Fragmentarisches an. Farbschichten drängen über den Bildrand hinaus, wollen in den Raum laufen und führen somit – wie auch seine Objekte, welche wie Bildflächen funktionieren – zu einer Erweiterung der Malerei in den Raum hinein. Über Ränder getropft, über Oberflächen gegossen oder auf Glas gestrichen, führt die Farbe oft zu einer glänzenden, körperlichen Erhabenheit, die sie gegenständlich erscheinen lässt. Reflexionen an der Oberfläche befreien das Bild von Monumentalität und Frontalität. Somit steht die Farbe in einer Interaktion mit dem, was sie umgibt, trägt oder auffängt und beschreibt sie damit als Subjekt ihres Trägers.
Helene Ulrich

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Galerie
<p>Ausstellungsansicht <em>STANLEY WHITNEY, ANDREAS REITER RAABE</em>, 2003</p><div><p>Ausstellungsansicht <em>STANLEY WHITNEY, ANDREAS REITER RAABE</em>, 2003</p></div>

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