Künstler / Projekt
ANN-SOFÌ SIDÈN
Ausstellungstitel
fidei commissum

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Ausstellungsdauer: 16. 11. - 13. 01. 2002

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Beschreibung
Für die Ausstellung in der Galerie schuf Ann-Sofi Sidén eine Installation mit Videos und Fotos, die sie - ausgehend vom 1:1 Abguß ihres Körpers in Bronze - entwickelte: Modellstehen, Bronzeguß, Aufladen, Transport, Abladen, Auspacken, Aufstellen, Inbetriebnehmen des „Selbstporträts-als-Brunnen“. Handlungen, die von männlichen Arbeitern an der weiblichen, nackten, pissenden Figur vorgenommen werden. Die dementsprechend forsch, humorig, aber auch etwas verschämt agieren, vermutlich ähnlich wie der Kunstbetrachter, der unversehens zum Voyeur wird. Das erste Mal wurde die Figur Fidei Commissum im idyllischen Schloßpark von Wanas in Südschweden aufgestellt und gefilmt, dieses Mal im sachlichen Ambiente einer Galerie. Fidei Commissum bedeutet, Familiengut zu treuen Händen belassen, legt die Unveräußerbarkeit des Besitzes und die männliche Erblinie fest. Das alles erfuhr die Künstlerin auf Schloß Wanas und es verführte sie – entspannt lächelnd - zur „Landnahme“, zum „territorialen Markieren“, zu einer anarchistischen Handlung in der Nähe des Schlosses, die man sonst nur bei Männern (und männlichen Statuen in Parks) beobachten kann. Nun ist die Skulptur in der Galerie, begleitet von ihren bisherigen gefilmten Biographien, und sie wird durch diese neue Umgebung weitere zusätzliche und andere Bedeutungen erfahren.

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Galerie
<p>Ausstellungsansicht ANN-SOFÌ SIDÈN <em>fidei commissum</em>, 2002</p>

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