Christine König Galerie

GALLERY STATEMENT

Die Galerie wurde 1989/90 gegründet und übersiedelte 1999 mit drei weiteren Galerien in die Wiener Schleifmühlgasse. Zusammen mit der benachbarten Generali Foundation, der Kunsthalle Wien, der Wiener Secession, dem Wien Museum, dem Museumsquartier und den Galerien in der Eschenbachgasse, erhielt die architekturhistorisch interessante Gegend um Naschmarkt und Karlsplatz noch zusätzliche Bedeutung als der wichtigste Ort für zeitgenössische Kunst in Wien.

Seit ihrer Entstehung präsentierte die Galerie international arrivierte Künstler mit aktuellen Arbeiten: Adel ABDESSEMED, AI WEIWEI, Pierre BISMUTH, Ricardo BREY, Jimmie DURHAM, David GOLDBLATT, Leon GOLUB, David HAMMONS, Al HANSEN, Rebecca HORN, Cameron JAMIE, Pierre KLOSSOWSKI, Jannis KOUNELLIS, Vicken PARSONS, Gerhard RÜHM, Ann-Sofi SIDÉN, Nancy SPERO, Margherita SPILUTTINI, Juergen TELLER, Stanley WHITNEY, Sislej XHAFA.

Parallel dazu wird eine dezidiert jüngere Generation von Künstlern vorgestellt, die substanziell mit der älteren verknüpft ist: Ovidiu ANTON, Anetta Mona CHIŞA & Lucia TKÁČOVÁ, Per DYBVIG, Barbara EICHHORN, G.R.A.M., Micha PAYER + Martin GABRIEL, Dan und Lia PERJOVSCHI, Valentin RUHRY, Andreas DUSCHA, Toni SCHMALE, Natalia ZALUSKA.

Für die meisten Ausstellungen werden Werke und Projekte im Hinblick auf die Räumlichkeiten der Galerie produziert. Im Laufe der Zeit ergibt sich somit der Bezugsrahmen, um das Wesen der Galerie in der Kooperation mit dem Künstler und im Hinblick auf eine immer komplexer werdende Gesellschaft neu zu überdenken, neu zu definieren und neue Zusammenhänge zu suchen.

Kunst ist in den letzten Jahrzehnten zum dominanten kulturellen Handlungs- und Diskursfeld geworden. Mehr als über Popmusik, Literatur oder Film kann über bildende Kunst Verständnis für und Einsicht in gesellschaftspolitische und kulturelle Veränderungsprozesse gewonnen werden – man denke nur an die Debatten, die Ai Weiwei ausgelöst hat. In diesem Klima einer produktiven Aufladung kommt den Galerien die Rolle diskursiver Mediatoren zu, die im Vorfeld eine Qualitätsselektion betreiben und über die Mittel und intellektuellen Ressourcen verfügen, ihre Entscheidungen für bestimmte Positionen und Künstler gegenüber Sammlern verantwortungsvoll zu argumentieren.

Für die Künstler der Galerie werden weiters internationale Ausstellungen und Projekte initiiert und organisiert und mit Katalogen dokumentiert. Die meisten der Künstler sind in den Sammlungen der europäischen und amerikanischen Museen vertreten.

Bis Frühling 2006 wurden in einer wöchentlichen Vortragsreihe - den LunchLectures am Samstag - Künstler, Kuratoren, Galeristen, Philosophen und Architekten eingeladen, um über ihre Projekte und Arbeiten zu sprechen. Weitergeführt wird diese Tradition seit 2008 mit der Serie CONVERSATIONS, wo Künstler in unregelmäßigen Abständen mit Interviewpartnern zusammentreffen und Gespräche über ihre Arbeit führen.

KUNSTMESSEN: art genève, ART COLOGNE, Vienna Contemporary, abc berlin, Artissima.